Jetzt weiß man, was die katholische Kirche nicht wollte: Eine umfassende Aufklärung. So richtig überrascht kann man eigentlich nicht sein.
Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche wird vorerst nicht umfassend aufgeklärt.
Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Das groß angelegte Forschungsprojekt, das Fälle sexueller Übergriffe von Priestern und weiteren Kirchenangehörigen seit dem Jahr 1945 untersuchen sollte, ist gescheitert. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ will die Kirche den Vertrag über die Aufarbeitung kündigen. Ein entsprechendes Schreiben des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) als Vertreterin der Bischöfe soll in diesen Tagen an das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) gehen, welches das Vorhaben im Auftrag der Kirche umsetzen sollte.
Dessen Direktor Christian Pfeiffer erhob schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche. Das Projekt sei „an den Zensur- und Kontrollwünschen der Kirche gescheitert“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Entgegen der ursprünglichen Vereinbarung habe die Kirche darauf beharrt, über die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse sowie über die Auswahl der beteiligten Mitarbeiter mitbestimmen zu dürfen.
Quelle: newsticker

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