Rhetoriktipp: Sprechen Sie in der Sprache Ihrer Zuhörer
Gestern im Knast, der Mandant hatte schon Besuch von einem Kollegen. Der Kollege, nicht ganz unbekannt und jemand, der immer durch erwartungserfüllenden Bekleidungsstil und höchst geschliffenen erhabenen Sprachstil auffällt, hat den Mandanten offenbar inhaltlich nicht erreicht.
Der Inhaftierte sagt zu mir über den Kollegen: „Der geschwollene Pups, nicht ein Wort habe ich verstanden, was der von mir wollte!“
Ich bin nicht stolz darauf, auch die Sprache dieses Mandanten sprechen zu können, aber ich tue es, damit er mich versteht. Geschwollenes Salbadern, das kann ich auch – erfüllt mich übrigens auch nicht mit Stolz.
Es reicht halt nicht, wenn der Verteidiger seinen Mandanten versteht, der Mandant muss auch den Verteidiger verstehen können. Und dazu muss der Verteidiger sich auf das Sprachniveau des Mandanten begeben – und nicht umgekehrt!

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es gibt mindestens 7 intelligenzen. vllcht sogar 8…eine dieser intelligenzen ist die „Interpersonale Intelligenz“..zumindest bei dieser haben sie einen grossen „happen“ abbekommen. die anderen entsprechend weniger….(auch hier gilt : qui proficit in literis et deficit in moribus, plus deficit quam proficit)