Österreichische Schneckenjustiz

Und da sag noch jemand, die deutsche Justiz sei langsam. Schmieriger Schmäh lässt noch mehr Schneckenjustiz möglich werden.

Nach mehr als 25 Jahren hat ein ehemaliger Lehrling aus dem österreichischen Burgenland jetzt seinen Lohn erhalten – mit Zinsen. Sein früherer Arbeitgeber war ihm 1982 wegen Insolvenz 708,60 Schilling (51,50 Euro) schuldig geblieben. Der heute 41-Jährige, der inzwischen in Wien als EDV-Administrator arbeitet, hatte deshalb geklagt. Nach jahrzehntelangem Rechtsstreit trieben Anwälte das Geld über einen inzwischen gegründeten Sonderfonds zum Ausgleich von Insolvenzen ein. Mit Zinsen erhält der ehemalige Karosseriebauer den beachtlichen Betrag von 1165 Euro.

Quelle: westfaelische-nachrichten

Avatar von Unbekannt

Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020)
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Österreichische Schneckenjustiz

  1. Avatar von Unbekannt HPL sagt:

    Woher wissen Sie, dass die Justiz langsam war? Faktum dürfte sein, dass schlicht beim Arbeitgeber nichts zu holen war, aber die Rechtsvertreter des Ex-Lehrlings einfach so lange dranblieben, bis der endlich wieder zu Geld kam. So steht’s bei der Arbeiterkammer: http://www.akbgld.at/www-937-IP-43055.htmlWas die Geschwindigkeit jedenfalls der Zivilverfahren anlangt, braucht sich Österreich vor Deutschland sicher nicht zu verstecken.

  2. Avatar von Unbekannt lauwq sagt:

    Und bei den Ordnungswidrigkeitsverfahren sind sie sogar noch schneller!

Kommentare sind geschlossen.