Marcel Reich-Ranicki verzichtet auf Fernsehpreis wegen deutschem Fernseh-Mist

Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat am Samstagabend überraschend die Annahme des Deutschen Fernsehpreises für sein Lebenswerk verweigert. Nachdem Moderator Thomas Gottschalk ihn noch als „Mann, der großes gesagt hat“ angekündigt hatte, sagte Reich-Ranicki vor laufenden Fernsehkameras: „Was ich die letzten Stunden hier gesehen habe, war großer Mist. Ich gehöre hier nicht hin. Ich werfe euch den Preis vor die Füße. Es ist schlimm, dass ich das erleben musste.“ Die Gala soll am Sonntagabend im ZDF ausgestrahlt werden.

Quelle: newsticker

Man muss die Sendung nicht sehen, um vermuten zu können, dass Marcel Reich-Ranicki den Nagel auf den Kopf getroffen hat und hoffentlich die Selbsterkenntnis bei Gottschalk auslöst, dass eine Befreiung des deutschen Fernsehpublikums von seiner Gegenwart ein richtiger Schritt in die richtige Richtung wäre, selbst wenn Reich-Ranicki nicht ihn persönlich sondern das gesamte Programm der Sender gemeint hat. Besser ein freiwilliger Rückzug als zu provozieren, dass man Gottschalk nötigen oder körperverletzen muss, um ihn aus der Fernsehlandschaft zu vertreiben.
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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020)
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6 Antworten zu Marcel Reich-Ranicki verzichtet auf Fernsehpreis wegen deutschem Fernseh-Mist

  1. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

  2. Avatar von Unbekannt RA JM sagt:

    Eine Befreiung der Fernsehszene von Herrn Reich-Ranicki wäre m.E. auch kein Verlust.

  3. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Hier wäre es besser, bevor man vermutet, die Sendung abzuwarten.Auch hier kann man gut sehen wie die genannte Quelle ein Zitat anders wiedergibt, als es tatsächlich gesagt wurde.Wobei ich nicht verschweigen möchte, dass ich die Feststellung von Marcel Reich-Ranicki für durchaus zutreffend halte.Jedes Jahr feiert das Fernsehen mit dem deutschen Fernsehpreis sich selbst. Jedes Jahr liegt die Messlatte, über die zur Preiswürdigkeit gesprungen werden muss, etwas tiefer.Absolut lesenswert und nachdenklich macht mich das Interview mit Elke Heidenreich zu dem Thema in der FAZ: http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EE91B6E359E494E34BE66891A5D35B7AB~ATpl~Ecommon~Scontent.htmlAchja, ich habe mir die Sendung heute angesehen. Gelangweilt, ermüdet, bis zum Ende. Es ist schon erstaunlich was alles so für preiswürdig erachtet wurde.

  4. Avatar von Unbekannt bv sagt:

    Wer sich nur das Wesentliche hierzu ansehen möchte, sollte mal bei YouTube vorbeischauen. Da gibt’s die Rede aus Ausschnitt.

  5. Avatar von Unbekannt doppelfish sagt:

    Dieser Reich-Ranicki ist ja schon eine Nervensäge … aber wo er Recht hat, hat er Recht.

  6. Avatar von Unbekannt Claas sagt:

    Die Alten haben noch Stil und genug Mut, sich den Krinsekatzen und Flachköpfen des Zeitgeistes in Publikum und unter den Verantwortlichen entgegen zu stellen, eine große, eine intelligente Handlung von Reich-Ranicki.

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