Mein Termin bei einer Anhörung im Maßregelvollzug in Moringen verlief erwartet und unangenehm.
17 Jahre ist der Mandant untergebracht, über Jahre konnte man sich nicht über ihn beklagen, außer, dass er sich nicht alles sagen lässt. Im letzten Jahr erstmals ein unbedeutender Alkoholausrutscher, und die Berührung einer Dame im Sinne eines Anstupsens, also weder Körperverletzung noch Beleidigung.
Und trotzdem das Übliche, ein Gutachter stellt nach 17 Jahren erhebliche Rückfallgefahr fest (obwohl in 17 Jahren nicht ein EINZIGER Vorfall eingetreten ist), eine Richterin, die anfangs nur das letzte Jahr und nicht die gesamte Zeit betrachten will.
Offenbar schreibt man Jahr für Jahr nur das ab, was zuvor geschrieben wurde. Lebenslang vorprogrammiert? Opportunismus in der Anpassung an den Mann auf der Straße? BILD-Zeitungsentscheidungen?
Zu befürchten!

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Der Mandant müßte nur geschickt lügen http://www.amazon.de/Kriminelle-ihre-Therapeuten-austricksen-ebook/dp/B0065IRP90/ref=tmm_kin_title_0
Die Richterin hat Angst. Falls sie ihn herauslässt und der Untergebrachte wird rückfällig, gibt es viel Aufregung, es folgen Ermittlungsverfahren wegen Rechtsbeugung, Disziplinarverfahren, Entfernung aus dem Dienst, keine Pensionsberechtigung und sozialer Abstieg auf Harz IV Niveau. Daher klammern sich Richter an die Gutachten, egal wie dämlich die sind,
So sieht es leider aus. Schuldunfähig und weggesperrt, unwissend wann das je endet. Da ist der Knast ein Traum mit Ende.
Im Maßregel Bespitzelung und Deutung jedes Wortes, jeder Handlung. Daraus drehen sich die Psychologen ihre Meinung. Sprechen mit den Insassen kommt für sie gar nicht erst in Frage. So kenne ich den Maßregel.