Entspannte Kammer
Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Potsdam ist jedem Druck entwichen; eine „Überlastungsanzeige“ hat dazu geführt, dass eine Hilfs-Wirtschaftsstrafkammer den armen überlasteten Richtern nun zumindest alle neu eingehenden Haftsachen „abnimmt“.
Fein, der Druck war auch so immens, dass man in einer Haftsache schon unglaublich eng terminieren musste und gar nicht wusste, wie man die eng gestaffelten Termine überhaupt in den Griff bekommen sollte.
Das Bundesverfassungsgericht geht in Haftsachen von einer Terminsdichte von 2 vollen Verhandlungstagen pro Woche aus, das ist natürlich heftig und für so ein Gericht kaum zu schaffen. Deshalb hat man im Pillen-Potenz-Verfahren diese Vorgaben gerade so knapp verfehlt und jetzt in 6 Wochen drei Termine hinbekommen.
Ist ja auch fast identisch, ob nun 2 Tage pro Woche oder 2 Wochen für einen Tag – oder habe ich das jetzt falsch verstanden? Das nennt man Überlastung, Puuhhh, geht es uns aber schlecht!
Aber ab jetzt haben wir Zeit, viel Zeit, unendlich viel Zeit, meinte der Vorsitzende heute.

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