Ihr fehlte etwas
Da saßen wir nun, fein säuberlich aufgereiht, wie es sich gehört – na ja, nicht ganz.
Das Gericht war plaziert, der Angeklagte brav neben mir und auch die nette Frau Staatsanwältin saß auf ihrem Platz und schaute erwartungsvoll den Vorsitzenden an nach dem Motto:
„Und, warum rufst Du die Sache jetzt nicht auf?“
Der Angeschaute druckste herum und suchte wohl nach Worten, wie er es ihr denn sagen sollte, deshalb fragte ich gerade heraus:
„Frau Staatsanwältin wollen Sie sich nicht anziehen?“
Was nun folgte, war ein ausgesprochen langsamer und verunsicherter Blick, der fragend an ihr selbst herunterwanderte, vermutlich mit Gedanken wie: Oh Gott, ist meine Bluse offen? oder so ähnlich.
Dann prustete sie los und meinte: Na wenigstens einer, der aufpasst.
Sie hatte vergessen, ihre Robe anzuziehen.

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