Zu Lasten der Solidargemeinschaft
Die Bundesregierung will zukünftig Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch besser entschädigen. Angebliche Experten kritisieren den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die Probleme der Betroffenen würden damit nicht gelöst werden.
Quelle: Spiegel Online
Ich vermag nicht zu beurteilen, ob durch Entschädigungen solche Probleme überhaupt gelöst werden können. Aber jedes (wahre) Opfer wird sicher dankbar sein, wenn denn irgendwann das Problem gelöst wird und müsste verstehen, dass dann weitere Leistungen nicht mehr erbracht werden, damit die Solidargemeinschaft nicht mit Leistungen belastet werden, die grundlos erbracht werden.
Das aber verstehen selbsternannte angebliche Experten aber nicht und argumentieren solidargemeinschaftsfeinlich:
Jörg Ziercke, Bundesvorsitzender des Weißen Rings, hat die Besorgnis, dass die Empfänger künftig regelmäßig aufs Neue traumatisiert werden. Denn der Entwurf sieht vor, dass in Zukunft alle fünf Jahre überprüft werden soll, ob der Anspruch auf bewilligte Leistungen noch berechtigt ist. „Der Gesetzentwurf dokumentiert leider ein Misstrauen der Bürokratie gegen Antragsteller, die schwerste Schicksalsschläge geltend machen“, sagt Ziercke.
Quelle: Spiegel Online
Meine Prognose: Mit dieser Argumentation würde der statistisch nicht wegzuleugende Anteil von Falschbezichtigungen ganz sicher nicht weniger werden. Nach dem Motto: Einmal Rente – immer Rente; besser mann es mir nicht gehen.
Kein wirkliches Opfer kann erwarten, dass Leistungen auch noch erbracht werden, wenn Folgen – glücklicherweise – nicht mehr vorhanden sind.

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