„Oh Gott“, das war sein einziger Kommentar
Der junge Mann kam als Jugendlicher und Heranwachsender irgendwie nie so richtig weit weg von der Strafjustiz, zumindest nach einigen Gläschen Bier wurde er immer wieder völlig unschuldig in Situationen gebracht, in denen er sich wehren musste, er konnte gar nicht anders. Da gab es dann mal die eine, dann die andere Ohrfeige, auch die Faust musste helfen, es war schon blöd.
Noch blöder war, dass er im Rahmen geschäftsverteilungsplanmäßiger Boshaftigkeiten über die Jahre grundsätzlich bei „seinem“ Amtsgericht von „seiner“ Jugendrichterin ermahnt, verwarnt, abgeurteilt und in den Jugendarrest geschickt wurde.
Jetzt, endlich erwachsen, nur eine kleine unschuldige Ohrfeige, endlich vor dem normalen Strafrichter, endlich weg von „seiner“ Jugendrichterin.
Blöd gelaufen: Der zuständige Strafrichter ist länger erkrankt und muss vertreten werden; und, wer vertritt ihn? BINGO, „seine“ Jugendrichterin! „Oh Gott“ entfleucht seinem Mund, als er das auf dem Terminzettel des Amtsgerichts lesen muss.
Überrascht ist er dann, dass er von „seiner“ (ehemaligen) Jugendrichterin aber dann mehr als fair und milde behandelt wird und mit einer Geldstrafe wegkommt; das hätte nach der Prozesslage auch ganz anders ausgehen können.
Er dann erleichtert zu seinem Verteidiger: „Hätte ich nie gedacht! Echt fair!“

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Hmmm…. das ja fast schon familiäre Verhältnis von Angeklagtem und Richter mag ja unterhaltsam sein, dennoch sehe ich da ein wenig die Diskrepanz zwischen Anspruch (Resozialisierung) und Umsetzung. Oder gab es bei diesem Termin bereits einen Mengenrabatt?
Zum Austausch von Intimitäten kam es nicht.
wohl doch so ähnlich, wie der Maler meint: eine Danke Schön für eine schnell erledigte Nummer unter guten Bekannten …