Steuersünder in Niedersachsen
Warum freuen sich niedersächsische Finanzbeamte und Steuerfahnder über Uli Hoeneß? Nicht, weil der gute Würste zum Grillen liefert, sondern weil es offenbar einen Mitzieheffekt gibt, der sich von Bayern sogar auf Niedersachsen erstrecken soll.
Nach dem Bekanntwerden der Steueraffäre des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß sowie des Ankaufs einer neuen Steuersünder-CD steigt die Zahl der Selbstanzeigen rasant. „Ich denke, dass wir nur in Niedersachsen innerhalb der nächsten vier Wochen auf über tausend Selbstanzeigen kommen werden“, sagte der dortige Landesfinanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.
Quelle: Braunschweiger Zeitung
Hoeneß hat also nicht nur sich und seinen Bayern Gutes getan; so ist und war er immer: ein guter Mensch!

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erster 🙂 – http://blog.strafrecht.jurion.de/2013/05/die-kehrseite-der-medaille-oder/
Die Fakten sind die, das eine Selbstanzeige in solchen Fällen etwas für Finanzbeamte normales ist, das wegen dem Steuergeheimnis nicht in die Öffentlichkeit gehört. Irgendjemand hat nur wegen seiner Prominenz dies den Medien mitgeteilt, was nicht rechtens ist und ich glaube, das dies Herr Hoeness sicher nicht gewollte hat. Da die Staatskassen klamm sind, ist dieser Medienrummel dem Staat ganz recht. Es ist auch normal das in solchen Fällen ermittelt wird, ob die Angaben auch vollständig sind, was einige Zeit andauern kann. Oft ist es auch nicht einfach zu ermitteln, wie hoch das nachzuversteuernde Einkommen überhaupt ist, da er wie ein Besessener an der Börse spekuliert hat und es häufig so ist, das die Zocker die Übersicht verlieren. Es gibt bisher keine Anhaltspunkte, dass Herr Hoeness irgendwas zurückgehalten hat.
Wenn er nicht sehr Wesentliches zurückgehalten hat, darf wegen der Selbstanzeige eigentlich keine Haftstrafe rauskommen, jedenfalls ist dies bei einer Selbstanzeige so üblich.
Und ein Sonderbehandlung nur weil Bayer, CSU und Promi?