Man mag von der angedachten Cannabis-Legalisierung denken, was man will, was aber manche Politiker für Argumentationen erfinden, um das Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes zu verschieben, ist schon hanebüchen und erinnert daran, dass etwas dümmer als dumm immernoch möglich ist.
„Wenn das Gesetz am 1. April in Kraft treten würde, käme es zu einer Amnestie, in der alle laufenden Verfahren eingestellt werden, teilweise von Leuten, die im Gefängnis sitzen. Das können wir gar nicht schaffen. Somit müssten wir zumindest an dieser Stelle Einspruch einlegen und das Gesetz mit einer sechsmonatigen Verzögerung in Kraft treten lassen.“
parliert der niedersächsische Landesgesundheitsminister Andreas Philippi gegenüber einer Zeitung..
Was reitet einen Politiker, einen solchen Schwachsinn als Argumentation heranzuziehen? Um es zugegebenermaßen etwas zu dramatisieren, wie hohl manche Birnen sein können:
Ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe aus Überlastungsgründen der Verwaltung oder der Justiz zu verschieben, hätte möglicherweise sogar einem Herrn Philippi oder Argumentationsfreunden Kopfschmerzen bereitet.
Etwas Gutes oder Sinnvolles zu verschieben, weil in einer kurzen Periode (angeblich) Mehrarbeit anfällt, ist schlicht falsch, zumal diese Argumentation schon deshalb hinkt, weil eine riesige Arbeitsersparnis dadurch eintritt, dass laufende Sachen sofort abgeschlossen werden können und nicht mehr weiterbearbeitet werden müssen.

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