Endlich ist es geschehen: die Leiterin der Justizvollzugsanstalt Burg bei Magdeburg ist vorläufig vom Dienst freigestellt. Nach Recherchen der „taz“ ist ein detaillierter Sicherheitsplan der JVA Burg in die Hände von Gefangenen gelangt.
Es zeichnete sich ab, dass in dieser Justizvollzugsanstalt irgendwann eine „Bombe platzen wird“, denn immer mehr entstand um die Anstaltsleitung herum eine Subkultur, in der man ausdrücklich sagte, dass man Entscheidungen ordentlicher Gerichte nicht ernst nehme, und zeigte, dass man rechtlich tatsächlich tat und tut, was man wollte.
Gefangenenrechte wurden systematisch eingekürzt bis abgeschafft, resozialisierungsfördernde Maßnahmen minimiert, die Belegung im offenen Vollzug nicht ausgenutzt. Dazu kommen recht undurchsichtige Verflechtungen mit einer privaten Sicherheitsfirma, die u.a. Psychologen stellt, über deren Qualität man – gelinde gesagt – unterschiedlicher Meinung sein könnte.
Spannend, was nun weiter geschehen wird.

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